Das eigentliche Paraffinbad ist kein Hexenwerk-versprochen! Man sollte jedoch vor dem Paraffinbad Hände oder Füße einer guten Pflege in Form einer Maniküre bzw. Pediküre unterziehen, damit das Paraffinbad auch optimal wirken kann. Warum? Weil dadurch die Hände ein gepflegtes Aussehen erhalten und in Verbindung mit dem Paraffinbad noch schöner werden.

Mani- bzw. Pediküre

Am Anfang einer jeden Hand- oder Fußbehandlung steht sie: die Desinfektion. Nicht vergessen, denn Keime und Bakterien können zu unliebsamen Infektionen führen! Danach wird auf und um den Nagel ein Nagelöl aufgetragen und sanft einmassiert; parallel dazu kann ein Nagelhautentferner verwendet werden. Um die Wirkung zu beschleunigen, taucht man die Hände ca. 3-4 Minuten in ein warmes Wasserbad, das mit Seife versetzt ist. Beim anschließenden Abtrocknen mit einem Frotteehandtuch kann gleich die Nagelhaut leicht nach hinten geschoben werden. Den restlichen, festen Teil der Nagelhaut schiebt man dann einfach mit einem desinfizierten Metallspatel oder Rosenholzstäbchen zurück. Reste der Nagelhaut können dann mit einer Nagelhautzange abgezupft werden. Dabei aber bloß nicht schneiden, um die empfindliche Nagelhaut zu verletzen! Sind alle Reste der Nagelhaut der Garaus gemacht, kann der Nagel zurechtgefeilt werden. Beim Fußnagel darauf achten, dass die Nagelkante mit dem Zehenende übereinstimmt. Außerdem daran denken, dass der Nagel verschlossen werden muss, indem man in Wuchsrichtung die Feile über das Nagelende abzieht. Ein blauer Polierblock bringt den Nagel auf Hochglanz und Nagelöl spendet die nötige Feuchtigkeit.

Paraffinbad

Jetzt aber flugs zum Paraffinbad! Für dieses sollten mindestens vier Paraffinblöcke in dem Gerät auf höchster Stufe für circa 1 Stunde erhitzt werden. Ist das Paraffin geschmolzen, kann die Temperatur reduziert werden. Dann zu den Händen oder Füßen. Sie sollten vor der Anwendung satt d.h. mit einer extra großen Schicht Handcreme, einer Maske oder pflegenden Ampullen eingecremt werden. Die Haut und Nägel sollten dabei großzügig mit der Creme bedeckt sein. Dies sollte aus dem Grund eingehalten werden, weil das Paraffin die Wirkstoffe der eingesetzten Creme viel besser wirken und einziehen lässt.
Danach kann man die Hände oder Füße in das flüssige Paraffin eintauchen. Im Paraffinbad legt sich nun eine dünne Schicht Paraffin um die Hand bzw. den Fuß und bleibt daran haften. An der kühleren Luft trocknet das Paraffinwachs und eine Paraffinschicht entsteht. Eine dickere Schicht erreicht man, indem man den Vorgang zweimal wiederholt. Handelt es sich um therapeutische Zwecke, d.h. bei rheumatischen Beschwerden, kann das Eintauchen bis zu 15 Mal wiederholt werden. Damit das Paraffin auch seine volle Wirkung entfalten kann, zieht man Plastikhandschuhe über die Hände oder Füße und darüber Frotteehandschuhe. Danach heißt es: warten! Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie das Paraffin seinen Dienst tun. Durch das Einpacken in die Handschuhe wird der Effekt des Paraffins verstärkt.
Will man übrigens Ellbogen oder Knie behandeln, kann man einfach Kunststoff als Ersatz für die Plastikhandschuhe verwenden und darüber ein Handtuch wickeln. Die Einwirkzeit variiert je nach Hautbeschaffenheit; sollte aber 15 Minuten nicht überschreiten. Dann können die Handschuhe bzw. Füßlinge entfernt werden. Bei Ausziehen kann man ganz einfach das erhärtete Paraffin abziehen. Mit dem Frotteehandschuh ist der Rest auch ganz einfach zu entfernen. Dann nur noch die übriggebliebene Creme gut einmassieren und fertig!
Weiche und schmerzfreie Hände sind der Lohn für das Paraffinbad!